BERLINALE 2006- 56. Internationale Filmfestspiele Berlin - |
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Berlinale Bericht 2006 (09. bis 19. Februar 2006)Nach insgesamt 14 Viennale Jahren, die ich mittlerweile erlebt habe, stellte sich mir die Frage warum ich eigentlich noch nie bei den renommierten Filmfestspielen in Berlin war. Nachdem ich darauf keine vernünftige Antwort parat hatte, beschloß ich dieses Jahr erstmals zur Berlinale zu reisen! Hier schildere ich meine Eindrücke und Erfahrungen meines Besuchs der 56. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Filmstadt BerlinWährend der Berlinale steht ganz Berlin im Zeichen des Films. In der ganzen Stadt sieht man Festival- und Filmplakate, die Medien berichten rund um die Uhr und das gesamte Areal rund um den Potsdamer Platz ist ohnehin ein in sich geschlossenes Traumland, in dem sich alles nur um Film und Kino dreht. Ich schlendere durch die von Filmplakaten gesäumten Straßen, vorbei an den mit unzähligen Lichtern dekorierten Arkaden, zum riesigen Berlinale Palast am Marlene-Dietrich-Platz. Rechts von mir kommt gerade George Clooney im Grand Hyatt Hotel an, links von mir findet eine "Demo" als Promotion für die Politsatire BYE, BYE BERLUSCONI statt und rund um mich herum schwirren unzählige Journalisten, Kamerateams und Fotographen, welche wie ein emsiger Bienenschwarm das rege Treiben einzufangen versuchen. Als ich dann letztendlich bei der gigantischen Videowall, nahe dem roten Teppich vor dem Eingang zum Berlinale Palast, stehe, hat sich bei mir längst Festivalstimmung eingestellt und irgendeiner meiner Schritte auf der Potsdamer Straße führte mich direkt in die filmische Traumwelt der Berlinale... FilmangebotDas riesige, fast schon unüberschaubare Filmangebot der Berlinale bietet ein facettenreiches und breit gefächertes Programm von Hollywood Produktionen, über kleine Independent Filme, Kurzfilme, einer umfangreichen Retrospektive, einem eigenen Kinderfilmprogramm, bis hin zu (noch) unbekannten Erstlingswerken junger Regisseure. In und außerhalb des Wettbewerbs werden zahlreiche Weltpremieren präsentiert, die dem Besucher die Möglichkeit geben Filme lange vor dem offiziellen Kinostart zu goutieren. In Summe eine phänomenale Bandbreite, die jeden Filmfan und Cineasten das Wasser im Mund zusammenlaufen läßt... Kampf um die TicketsDer Ticketkauf gestaltet sich etwas trickreich, da man nur 3-4 Tage im voraus Karten für die Festivalfilme kaufen kann. Somit muss man sich fast täglich beim Kartenvorverkauf um die begehrten, rasch ausverkauften, Tickets anstellen. Dort trifft man dann natürlich die halbe Stadt, der Andrang ist enorm! Einmal war ich bereits 1 1/2 Stunden vor Kassaeröffnung angestellt und habe trotzdem nicht mehr für alle Filme Tickets bekommen. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen, da wir später an der Tageskassa im Berlinale Palast wenigstens für 3 von 5 Wunschfilmen noch Restkarten ergattern konnten. Mühsam ist das aber allemal, manchmal entsteht der Eindruck, dass man vor lauter anstellen um die Tickets gar keine Zeit mehr hat um Filme zu schauen. So schlimm ist es natürlich nicht, dennoch wird die eigene Geduld und Flexibilität einer ziemlich harten Prüfung unterzogen... Berlinale Kinos Sitzt man erstmal im zumeist restlos ausverkauften Berlinale Palast, ist man schlichtweg überwältigt von den unglaublichen Dimensionen dieses Riesenkinos, welches mit rund 1.600 (!) Plätzen aufwartet. Hier finden die großen Premieren statt, zu denen meist DarstellerInnen und / oder Filmemacher persönlich anwesend sind. Auch die unzähligen anderen Kinos der Berlinale können sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Ob Zoo Palast, CinemaxX, Cine Star, International, Delphi Filmpalast oder Urania - die Leinwände sind überall sehr groß und die Sitzplätze meist bequem. In meiner Berlinale Fotogalerie kannst du dir übrigens ein genaueres Bild der verschiedenen Festivalkinos machen! Der Bär ist losWährend meines 5-tägigen Berlinale Aufenthalts konnte ich Stars wie Sigourney Weaver, Alan Rickman, George Clooney aus nächster Nähe sehen, Regisseure wie Michael Glawogger, Michel Gondry und Takashi Miike antreffen und beim Berlinale Talent Campus mit den renommierten Kameramännern Anthony Dod Mantle und Christopher Doyle über ihre Arbeiten sprechen. Noch dazu hat uns der österreichische Schauspieler Paulus Manker nach der Weltpremiere von Michael Glawoggers neuen Films SLUMMING zur Premierenparty eingeladen, wo wir bis in die frühen Morgenstunden Spaß hatten. Wir haben natürlich ausgiebig gefeiert und entsprechend schwer ist es uns am "nächsten" Tag gefallen rechtzeitig zum ersten Film im Kino zu sein... ;-) Fazit: Berlinale 2006Mein erster Besuch der Berlinale war ein tolles Erlebnis! Obwohl ich leider nicht für alle Filme, die ich sehen wollte, Tickets bekommen habe, konnte ich doch die Wichtigsten davon besuchen. Ich habe in Summe 12 Filme in 4 Tagen gesehen, was durchaus eine solide Ausbeute darstellt. Meine persönlichen Highlights waren der Eröffnungsfilm SNOW CAKE, mit einer großartigen Performance von Sigourney Weaver und Alan Rickman, Neil Jordan's wundervolle Literaturverfilmung BREAKFAST ON PLUTO, welche ein perfektes und entspannendes Sunday-Morning-Movie für mich war und nicht zuletzt Michael Glawoggers SLUMMING, jene Restkarte über die ich mich am meisten gefreut habe. Als Österreicher wär's natürlich eine spezielle Niederlage gewesen, hätte ich kein Ticket mehr für die Weltpremiere dieses hervorragenden österr. Films bekommen... In Summe war die Berlinale 2006 für mich ein voller Erfolg, ein spannendes, vielschichtiges und interessantes Filmfestival, das mich sicher nicht zum letzten Mal als Besucher gesehen hat! Berlinale FotosNatürlich habe ich meinen ersten Besuch der Berlinale in Bildern festgehalten. Hier gibt's meine umfangreiche Fotogalerie zu den 56. Internationalen Filmfestspielen Berlin: Liste der besuchten Berlinale Filme 200601. SNOW CAKE (Marc Evans) >
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Berlinale Plakate 2006Hauptplakat Wettbewerb Kinderfilmfest Panorama Berlinale Talent Campus Retrospektive Perspektive Deutsches Kino European Film Market Internationales Forum des Jungen
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